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Wie steigert ein Unternehmen die Mitarbeiterzufriedenheit?

05. Dezember 2022
Platzprofessor Redaktionsteam
Wohnen & Leben
Harald Lasser

Trainer Harald „Harry“ Lasser von wollen.at ist als Ombudsmann Teil des Trainingsteams von MyPlace. Jede*r Mitarbeiter*in bei MyPlace hat einmal im Jahr ein Gespräch mit ihm. Darüber hinaus hat der Coach stets ein offenes Ohr für die Belegschaft, greift bei Konflikten ein und liefert vierteljährlich Berichte an die Unternehmensführung. Arbeitsmethoden, die Rolle des Unternehmens und der Mitarbeitenden sowie Herausforderungen in der Praxis beleuchten wir in diesem Interview genauer. Denn es lohnt sich, auf das Engagement für die Mitarbeiterzufriedenheit und das Wirken von Trainer*innen wie Herrn Lasser aufmerksam zu machen.

Herr Lasser, Sie wirken wesentlich auf die positive Unternehmenskultur bei MyPlace ein. Doch wie verbessert ein Coach wie Sie die Mitarbeiterzufriedenheit eigentlich ganz konkret?

Hier liegt das Augenmerk auf der Fragen nach der KONKRETEN Veränderung.  Denn Vieles passiert bei meiner Arbeit ja oftmals unterbewusst und damit auch langfristig. Meine Theorie ist: Das erste, das wir Menschen tun, nachdem wir das Licht der Welt erblicken, ist schreien. Daher erreicht man meiner Meinung nach schon sehr viel, indem man zuhört. Wenn man den Mitarbeitenden das ehrliche Gefühl gibt, gehört zu werden – respekt- und vor Allem vertrauensvoll – erreichen wir schon sehr viel an Mitarbeiterzufriedenheit. Darüber hinaus ist es meine Rolle, die Mitarbeitenden dabei zu unterstützen, sich und ihr Tun immer wieder zu hinterfragen. Sie lernen dabei zum Beispiel, ihre eigene Position in einem Konflikt zu hinterfragen: Wer bin ich gerade – Täter, Opfer oder Retter? Und ganz wichtig: Ich helfe dabei, Werkzeuge und Techniken zu finden, die Zufriedenheit auch aufrecht zu erhalten. Eine große Rolle spielt die Einhaltung der persönlichen Werte. Diese Werte definieren wir zunächst gemeinsam und ich unterstütze dabei, dass sie geschützt und erhalten werden.

Dazu führe ich Gespräche mit allen Mitarbeitenden: Einmal im Jahr während der MyPlace-Teamtage immer im Herbst. Zusätzlich führe ich mit jedem noch ein jährliches Telefon-Coaching durch. Und natürlich bin ich auch immer da, wenn darüber hinaus Gesprächsbedarf herrscht.

Gespräche führen – auf den ersten Blick klingt Ihr Job recht einfach. Welche Herausforderungen müssen Sie dabei als Coach bewältigen?

Ja, man könnte meine, ich verdiene mein Geld mit ein bissl Plaudern. Fast! Aber auch in meinem Beruf gibt es die ein oder anderen Herausforderung: Einerseits werde ich natürlich vom Unternehmen beziehungsweise von der Geschäftsführung beauftragt und bezahlt – handle also natürlich im Sinne des Unternehmens. Andererseits möchte ich ja auch eine vertrauensvolle Beziehung für meine Gespräche mit den Mitarbeitenden aufbauen. Daher ist Ehrlichkeit und Transparenz gegenüber den Mitarbeitenden besonders wichtig. Sowohl von meiner Seite, als auch von Seiten der Geschäftsführung. Natürlich geht es um das große Ganze: das Unternehmen. Die Zufriedenheit eines jeden Einzelnen zahlt dabei allerdings in einem nicht unerheblichen Teil darauf ein. Es müssen also Geschäftsführung und Mitarbeiter zufrieden sein, damit es dem Unternehmen gut geht. Das ist das Ziel.

Welche Weichen muss das Unternehmen dafür stellen?

Ich komme ja in das Unternehmen und beginne, Dinge zu hinterfragen. Besonders wichtig ist dabei das Vertrauen. Und zwar nicht nur in mich, sondern in erster Linie das Vertrauen des Unternehmens in sich selbst und in die Mitarbeitenden. Der Eintritt und Einblick von jemandem Externen muss erst einmal zugelassen werden.

Alles reden hilft aber nichts, wenn keine Bereitschaft zu Veränderung da ist. Das heißt, das Unternehmen muss den Raum bieten, Dinge auch umzusetzen und Werte vorzuleben. Nur durch Kontinuität und Konsequenz ist meine Arbeit auch nachhaltig.

Doch nicht nur Sie und das Unternehmen sind gefragt. Was müssen die Mitarbeiter*innen tun, damit Ihre Arbeit Erfolg hat.

Die Mitarbeitenden müssen wollen! Für Veränderungen braucht es Mut, Kraft, Resilienz und Beharrlichkeit. Ich nennen es geistige Selbstdisziplin. Sie sollen sich – eigenständig oder im Team – immer wieder hinterfragen und selbst coachen. Kommuniziere ich auf Erwachsenenebene? Kommuniziere ich konstruktiv? Welche Dynamiken gibt es gerade im Team? In welcher Form beeinflusse ich diese Dynamiken?

Gibt es besondere Momente, von denen Sie (natürlich anonym) erzählen möchten?

Ich arbeite seit 14 Jahren gemeinsam mit MyPlace. Da gibt es natürlich ganz viele tolle Momente! Das Schönste ist, am Ende eines Trainings zu sehen und auch zu spüren, dass es dem Team gut geht; dass sie Freude haben an ihren Kolleg:innen und an ihrer Aufgabe. Dass sie stolz sind, ein Teil von MyPlace zu sein.

Es freut mich immer wieder, wenn es mir gelungen ist, manchen negativen Gedanken zu löschen oder zumindest zu schwächen und ich den Blick für das Gute wieder stärken kann. Mein Ziel ist es, das Wollen zu erhalten: Wenn wir gemeinsam Projekte implementieren, auch wenn es zu Beginn vielleicht den ein oder anderen Widerstand gab. Denn oft hat man Angst vor Neuem. Dann ist es schön, auf dem Weg raus aus der Komfortzone unterstützen zu können. Wenn das Neue dann zur Komfortzone wird, habe ich mein Ziel erreicht.

Interviewpartner:

Harald „Harry“ Lasser wurde 1972 als Steirer geboren, ist eigenen Angaben zufolge 187,5 cm groß und verfügt über 25 Jahre Vertriebserfahrung in Österreich, Deutschland und Großbritannien. Seit 2000 arbeitet er als Trainer im Verkauf und hat seither mehr als 15.000 Teilnehmer gecoacht und über 1.500 Trainingstage abgehalten.

Platzprofessor Redaktionsteam

Das Redaktionsteam hinter dem Platzprofessor recherchiert laufend aktuelle Trends und Themen rund um das Thema Platz. Die RedakteurInnen sind immer auf der Suche nach spannenden Projekten und Beiträgen, die als Link-Tipp auf dem Platzprofessor veröffentlicht werden, initiieren Gastbeiträge und verfassen Artikel zu ausgewählten Themen.

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