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Ein Skateboard erzählt: Eine Geschichte aus dem Tauschraum

28. April 2020
Angelina Sacek & Manfred Sommer
Dinge & Lagern
© Lukas Bato

Die Menschen besitzen immer mehr Dinge. Vieles davon landet leider schnell ungenutzt in Kellern, auf Dachböden oder in Lagerabteilen und verstaubt, obwohl die Sachen oft noch in sehr gutem Zustand sind. Für einen nachhaltigeren Umgang mit Dingen sorgt die Aktion „Tauschraum“ bei MyPlace-SelfStorage, bei der die Besucher gut erhaltene Gegenstände mitbringen und gegen etwas anderes eintauschen können. Denn was für den einen keinen Wert mehr hat, könnte für jemand anderen etwas ganz Besonderes sein. Das beweist auch die folgende Geschichte, die aus einem etwas anderen Blickwinkel erzählt ist.

Wie doch die Zeit vergeht... Es ist vielleicht ein paar Jahre her und mein Platz war die mittlere Reihe eines großen Regales im Sportgeschäft. Der kleine Max stürmte mit seinem Vater auf mich zu und äußerte so oft den Wunsch mich zu kaufen, bis der Herr Papa dann nun endlich nachgab. Schon landete ich im Einkaufswagen. Von da an war meine Heimat das Wohnzimmer, wo ich gehegt und gepflegt wurde. An jedem Schönwettertag war ich mit Max auf den Straßen rund um den ganzen Wohnblock unterwegs. Seine Freunde benutzen auch Skateboards und sehr schnell war ich Teil einer großen Gemeinschaft – eine schöne Zeit.                                                 

Doch die Jahre vergingen und aus Max wurde ein junger Mann. In aufkommenden Zeiten von Playstation, Computer und Co war ich auf einmal nicht mehr so interessant wie früher und wurde weniger ausgeführt. Das machte mir anfangs nichts, doch in den letzten Jahren ist es nicht nur selten, sondern gar nicht mehr vorgekommen, dass Max mit mir eine Ausfahrt startete. Mein Platz war auch nicht mehr das Wohnzimmer, sondern die Garage, zwischen Go Karts, Fahrrädern und Rollern. Nicht gerade der gemütlichste Wohnort für ein in die Jahre gekommenes Skateboard. Was war denn los? Ich war doch damals so heiß begehrt – in jeder Werbung zu sehen und im Vergleich zu meinen Kaufhaus-Artgenossen fast unbezahlbar. Jeder kleine Junge wollte mich doch unbedingt sein Eigen nennen.

Bei unseren gemeinsamen Ausfahrten fiel mir oft das große rote Gebäude an der Ecke auf – MyPlace. Max und seine Eltern erwähnten ein paar Mal in  meiner Gegenwart den Tauschraum, der dort in gewissen Zeiträumen stattfindet. "Gute Idee", meinte die Mutter, die einen ausgeprägten  Nachhaltigkeitsgedanken hatte und schon immer der Meinung war, dass es für fast alle Gegenstände, die noch funktionieren, immer mindestens eine  Person gibt, die Verwendung dafür hätte...

Umso mehr freute mich, dass ich eines Tages am frühen Morgen gemeinsam mit den Rollern und Kinderrädern zusammengepackt wurde, um meine Reise zum MyPlace-Tauschraum anzutreten. Ich war erstaunt, wie vielseitig die ausgestellte Ware war. Was es dort nicht alles gab.... Coole Sachen und das alles kostenlos? Gegenstände bringen und dafür andere Gegenstände mitnehmen. Ziemlich guter Plan in Zeiten, in denen wir doch alle den Gedanken an Umweltschutz und Vermeidung von Verschwendung schärfen!

Mein vorübergehender Platz war gleich am Eingang, neben einem Moped-Helm – genau richtig für Max – ich kann mich ja noch erinnern, dass sein Geburtstagswunsch für dieses Jahr ein Moped sein wird und so wie ich seinen Vater kenne wird er ihm das wohl erfüllen. So wurde ich also recht zügig gegen den Helm ausgetauscht.

Bisschen traurig war ich anfangs schon... war doch eine schöne Zeit beim Max und seiner Familie. Aber mein neuer Wohnort sollte sich doch schnell ändern. Ich hörte schon von  draußen ein kleines Mädchen, das sagte: "Hoffentlich gibt es da drinnen ein Skateboard!" Als ich das hörte zeigte ich mich gleich von meiner besten Seite. Ein paar Minuten später war ich schon in ihren Händen. Meinen Platz im Tauschraum-Regal nahm dafür eine bronzene Laterne ein. Ich flüsterte ihr noch zu: "Keine Sorge, bald kommt auch jemand zu Dir und tauscht Dich wieder ein. Ich war auch nur einen Tag da!"

Seither bin ich wieder in glücklicher Kinderhand und täglich in Verwendung. Ziemlich cool so ein Tauschraum, oder?

Angelina Sacek & Manfred Sommer

Angelina Sacek ist Mitarbeiterin der MyPlace-Filiale in Wien Rudolfsheim. Sie hat die Aktion „Tauschraum“ schon häufig begleitet und ist immer wieder erfreut darüber, wenn Gegenstände neue Besitzer finden.

Manfred Sommer arbeitet ebenfalls in der MyPlace-Filiale Wien Rudolfsheim und kennt die Aktion „Tauschraum“ gut. Seit einigen Jahren begleitet er die Veranstaltung und freut sich, wenn die Besucher stets Neues zum Tauschen mitbringen und so zu mehr Nachhaltigkeit im Umgang mit Dingen beitragen.

 

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