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Lese-Tipp: Zukunft des Wohnens – Wird die Welt nach Corona eine andere sein?

07. September 2020
Platzprofessor Redaktionsteam
Wohnen & Leben
© Chris Ross Harris

Das „Zuhause“ hat sich im Laufe der letzten Jahre verändert: Wir bewegen uns weg vom klassischen Konzept hin zu mehr Freiheit. Die Trend- und Zukunftsforscherin Oona Horx-Strathern spricht bei inpactmedia über das Thema „Wie wird die Welt nach Corona sein? Vor allem in Bezug auf Wohnen, Leben und Arbeiten?“. Im Interview stellt sich heraus, warum wir ein Zuhause brauchen, wie sich Wohntrends während der Krise auf uns auswirken und ob das Konzept Homeoffice funktionieren kann.

Neue Herausforderungen in der aktuellen Krise

Wir verbringen aktuell mehr Zeit als üblich Zuhause, was einige Probleme mit sich bringen kann. Die Zukunftsforscherin Horx-Strathern beschreibt eine Art Paradoxon: Auf der einen Seite wollen wir ein Zuhause, aber auf der anderen Seite wollen wir uns dennoch frei fühlen. Das Paradoxe daran ist, je weniger Bindung wir an unser Zuhause haben, desto mehr brauchen wir es. Denn interessanter Weise leiden oftmals die Personen schneller an Heimweh, die angeben, dass sie das Konzept eines klassischen Zuhauses nicht brauchen. Wir streben nach Mobilität und Flexibilität und versuchen uns immer mehr von dieser Bindung zu lockern. Doch beim Wohnen geht es vor allem um Sicherheit und Geborgenheit. Die eigene Wohnung repräsentiert unsere Gedanken, Geschichten und Ideen. Ein Zuhause brauchen wir, um zu wissen wer wir sind. Der Wunsch nach Möbeln, die langlebig oder auch antik sind und eine Geschichte erzählen - sei es die eigene oder eine fremde - wird immer größer. So entwickeln sich ständig neue Wohntrends.

Wohntrends der letzten Jahre

In den letzten Jahren gab es verschiedene Wohntrends. Beim Tidyism geht es um den Wunsch nach Entrümplung; um einen Aufräumprozess, der auch das Mentale mit umfasst. Dies konnte man auch während der Corona-Krise beobachten. Die Wertstoffhöfe wurden überrannt, aber auch die Auslagerung von Möbeln ist attraktiver geworden. Hierfür mieten viele zum Beispiel außerhalb ihrer eigenen Wohnung Selfstorage-Abteile an.

Ein weiterer Trend ist das McLiving, das das Wohnen auf immer kleinerem Wohnraum beschreibt: das sogenannte Mikrowohnen, das durch den teuren Wohnraum in Großstädten weiter befeuert wird. Die Krise zeigt, dass für die Anhänger dieser Strömung der öffentliche Raum von großer Bedeutung ist. Er soll den kleinen Wohnraum, das fehlende Wohnzimmer oder den nicht vorhandenen Balkon kompensieren. Die Zukunftsforscherin zieht die Schlussfolgerung, dass Mikrowohnen ohne den öffentlichen Raum nicht funktioniert. Auch das Homeoffice stellt im Konzept des Mikrowohnens eine Herausforderung dar.

Ist das Homeoffice die Zukunft?

Horz-Strathern ist sich sicher, dass das Homeoffice ein fester Bestandteil der Arbeitswelt der Zukunft sein wird. Aber sie betont auch, dass sich der Mensch als soziales Wesen nicht für eine ausschließliche Homeoffice-Lösung eignet. Vor allem für Single-Haushalte, die in vielen Städten rund 50 Prozent ausmachen, bedeutet Homeoffice oft, deutlich weniger in soziale Strukturen eingebunden zu sein. Diese vermeintliche Einsamkeit kann beispielsweise durch eine gute Nachbarschaft ausgeglichen werden, durch Gemeinsamkeiten und Gemeinschaftsbereiche im Wohnumfeld. Auch hier kann die Krise vielleicht helfen und neuartige Lösungen und alternative Wohn- und Baukonzepte für die Zukunft umzusetzen.

Wenn ihr noch mehr über das Thema „Zukunft des Wohnens“ erfahren wollt, könnt ihr das ganze Interview im Artikel von inpactmedia nachlesen.

Platzprofessor Redaktionsteam

Das Redaktionsteam hinter dem Platzprofessor recherchiert laufend aktuelle Trends und Themen rund um das Thema Platz. Die RedakteurInnen sind immer auf der Suche nach spannenden Projekten und Beiträgen, die als Link-Tipp auf dem Platzprofessor veröffentlicht werden, initiieren Gastbeiträge und verfassen Artikel zu ausgewählten Themen.

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